
Sa. 11 Apr. 2026
Ein Abend im Palais Ehrbar – Kammerorchester Lyra Wien
Von 17:00 bis 19:30
Großer Ehrbar Saal
Mühlgasse 30, 1040 Wien
Veranstalter: Kammerorchester Lyra Wien
Kammerorchester Lyra Wien, Nicolas Radulescu (Dirigent)
Programm
- Mozart: Hornkonzert Nr. 3 Es-Dur KV 447 (Frederik Varga)
- Dvořák: Romanze f-Moll für Violine und Orchester op. 11 (Clara Weigele)
- Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622, 2. und 3. Satz (Matija Raičević)
- Tschaikowski: Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33 (Franziska Lermer)
- Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15, 1. Satz (Mio Moser)
- Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16, 1. Satz (Eva Wang)
Eintritt: 38 € bei verbindlicher Reservierung | 40 € Abendkassa | Balkon bei verbindlicher Reservierung 40 € | Balkon Abendkassa 43 € | Studierende 15 € | Kinder und Schüler bis 15 Jahre frei
Kartenreservierungen: ab Jänner 2026 über das Online-Formular, per Mail an karten@kammerorchester.at oder per Telefon bei Sylvia Murczek +43 699 1260 2202!
Zum Programm
Wolfgang Amadeus Mozart komponierte sein 3. Hornkonzert 1787 für den Hornisten Joseph Leutgeb (1732-1811) aus Neulerchenfeld. Komponist und Hornist verband eine humorvolle Freundschaft, so widmete Mozart das Konzert ‘an das Schwein Leutgeb’, dem virtuosen Musiker aus der Salzburger Hofkapelle. Das Konzert in drei Sätzen (Allegro – Romanze – Allegro) ist anspruchsvoll und virtuos, und ursprünglich für Naturhorn geschrieben. Es soll das schönste von den vier Hornkonzerten, die Mozart schrieb, sein. Im ersten Satz hören wir einen reichen Bläserklang, im Romanze-Satz drückt Mozart innige und träumerische Gefühle aus, und das Konzert endet mit einem Jagdfinale.
Antonin Dvořák komponierte seine einteilige Romanze für den Geiger Josef Markus. Das gefühlvolle Andante aus 1877 basierte der Komponist auf einem Thema aus dem langsamen Satz seines fünften Streichquartetts f-Moll, Opus 9, das leider nie publiziert wurde. Dvořák fand, dass der langsame Satz aus dem Quartett zu schön war, um ihn nicht noch einmal zu verwenden. Und später tat er das wieder: in seinem Violinkonzert.
Das Jahr 1791 war für Mozart ein sehr erfolgreiches Jahr – leider war es auch sein letztes Lebensjahr. Und das Klarinettenkonzert war eines seiner letzten Werke. Es entstand noch kurz vor dem Requiem, das er nicht vollendete. Für seinen Freund Anton Stadler schrieb Mozart sowohl das Klarinettenkonzert als auch das Klarinettenquintett. Stadler war bekannt für sein schönes Spiel, vor allem in der Tiefe. Wir hören den 2. und 3. Satz: Adagio und Rondo Allegro.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski widmete die Variationen über ein Rokoko-Thema für Cello und Orchester (1876) dem Professor für Cello am Moskauer Konservatorium, Wilhelm Fitzenhagen. Das Thema ist kein bekanntes, sondern ein von Tschaikowski selbst erfundenes Rokoko-Thema. Die vielen Verzierungen, da ist das Rokoko dran, und damit tauchen wir in eine Klangwelt des 18. Jahrhunderts ein. Zuerst hören wir ein Moderato, dann das Thema und sieben Variationen – es ist ein feines Zusammenspiel zwischen Solo-Cello und Orchester.
Ludwig van Beethoven schrieb sein Klavierkonzert Nr. 1 zwischen 1795 und 1801 – so lange brauchte er und so lange feilte er, bis er zufrieden war. Das Konzert in großer Besatzung, mit Pauken, Klarinetten und Trompeten, erinnert noch an Mozart und Haydn, aber Beethoven exploriert schon seinen eigenen Stil: intensive Rhythmik und subito-Dynamik zum Beispiel. Wir hören den ersten Satz: Allegro con Brio. Das Konzert fängt mit einer leisen Orchesterexposition an, einem einfachen, aber wirkungsvollen Thema, und endet kurz vor Schluss mit einer virtuosen Solokadenz.
Das Klavierkonzert in a-Moll, Opus 16 ist das einzige Klavierkonzert des norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Er komponierte es 1868 in Dänemark, auf einer Reise mit seiner Braut. 1869 wurde es in Kopenhagen durch Edmund Neupert uraufgeführt. Wir hören den 1. Satz Allegro Molto Moderato. Es gibt keine Orchesterintroduktion, außer einen Paukenwirbel, und dann beginnt das Klavier, es stürzt sich spektakulär in die Tiefe. Grieg bewunderte Robert Schumann und dessen Klavierkonzert, vielleicht hört man das, aber sicher auch nimmt man norwegische rhythmische Themen und die ‘Farben seines Heimatlandes’ wahr.
Text: Ingrid Jacobs im März 2026
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Category Musik im Palais Orchesterkonzerte